Mögliche Risiken

Die unten aufgeführten Komplikationen können vorkommen, sind aber

bei sachgerechter Verfahrensweise und korrekter Nachbehandlung durch den

Kunden sehr unwahrscheinlich. Bei Unsicherheit über den Zustand des Piercings

bitte das ausführende Studio aufsuchen und nicht übereilt Diagnosen stellen.

 

Abszeß: Eiterherd, abgegrenzte Eiteransammlung in einem durch

Gewebseinschmelzung entstandenen, nicht vorgebildeten Gewebshohlraum,

im fortgeschrittenen Stadium von einer Membran oder Kapsel aus

entzündlichem Granulationsgewebe umgeben.


Allergie: von körperfremden Substanzen ausgelöste Antikörperbildung und die

dadurch bedingte krankhaft veränderte Reaktion des Organismus, ausgeprägt

als Überempfindlichkeit z.B. gegen die Berührung von Haut oder Schleimhaut

mit gewissen Stoffen.

 

Blutergüsse: Ein Hämatom tritt nach einer Verletzung der Blutgefäße auf. Blut 

tritt aus und gelangt in das umliegende Körpergewebe, wo es gerinnt. Dies

führt zu einer druckschmerzhaften Verfärbung, die je nach Lage des Hämatoms

an der Hautoberfläche wahrgenommen werden kann. Größe und Ort des  

Blutergusses hängen von der jeweiligen Gefäßverletzung ab. Liegt das 

Hämatom relativ tief, kann meist weder eine Schwellung noch die typische 

Verfärbung festgestellt werden. Trotzdem kommt es zu Schmerzen, da der 

Bluterguss das umliegende Gewebe komprimiert. In den meisten Fällen bildet

sich das Hämatom von selbst zurück.

 

Deformation: Die Medizin bezeichnet eine Deformation als eine durch äußere 

Einflüsse entstandene Missbildung. Dies kann vorwiegend an Knorpelgewebe

auftreten.


Dauerhafte Narbenbildung: Jede Wunde ergibt eine, wenn auch kleine, Narbe!


Fistel: röhrenförmiges Geschwür, durch Gewebszerfall entstandener oder

operativ angelegter röhrenförmiger Verbindungsgang einer Körperhöhle oder

eines Organs im Körperinneren mit einer anderen Körperhöhle (oder einem

anderen Organ) oder mit der Körperoberfläche. Eine Fistelbildung tritt in der 

Regel, und das auch nur selten, bei oberflächennahen Piercings auf.


Fremdkörpergranulom: entzündliches Granulom, das sich um Fremdkörper im

Organismus bildet. Kommt nur dann vor, wenn ein sehr kleiner Fremdkörper

(z.B. Sandkorn) in den Stichkanal gerät.

 

Gewebsnekrosen: örtlicher Gewebstod, Absterben von Zellen, Zellverbänden,

Gewebs- oder Organbezirken an umschriebener Stelle im lebenden Organismus

als pathologische Reaktion auf bestimmte (mechanische, thermische oder 

chemische) Einwirkungen. Nekrosen sind ein wirklich sehr seltenes Phänomen

im Piercingbereich. Es wird von einigen Fällen berichtet bei denen durch Druck

im Knorpelbereich das Gewebe nekrotisch wurde.

 

Nachblutungen: Bei jeder frischen Wunde kann natürlich eine erneute Blutung

auftreten. Das sollte sich innerhalb der ersten Woche regulieren.


Infektion: Eine Entzündung kann natürlich an jeder offenen Wunde eintreten.

Zu erkennen durch Rötung (Rubor), Schwellung (Tumor), Schmerz (Dolor) und

Erwärmung (Calor).

 

Lymphknotenschwellung: Vergrößerung eines Lymphknotens, z. T. mit

Veränderung seiner Form oder Konsistenz. In der Leiste beträgt der 

Durchmesser eines Lymphknotens ca. 1 cm, am Hals und unter den Achseln ca.

0,5 cm, sie können gut ertastet werden. Lymphknotenschwellungen können

lokal (also nur in einer Körperregion) oder generalisiert an weiten Teilen des 

Körpers auftreten. Ursache und Befund: Im Rahmen von Infektionen kommt es 

häufig zu vorübergehenden gutartigen Lymphknotenschwellungen. Die

Lymphknoten in der näheren Umgebung des betroffenen Organs bzw. der

Körperregion schwellen an und sind meist schmerzhaft und gut verschieblich.

Dies reguliert sich jedoch wieder mit dem Abklingen der Infektion.


Rötungen: Sind direkt nach dem Eingriff, traumatisch bedingt, normal. Siehe 

auch „Infektion“


Sepsis: allgemeine Blutvergiftung bei Überschwemmung des Organismus mit

auf dem Blutwege verbreiteten Bakterien eines Herdes. Ist die Folge einer

unbehandelten Infektion, die sich dann ausbreitet. Setzt Fahrlässigkeit bei der

Nachsorge voraus.


Schwellungen: Treten vermehrt im Schleimhautbereich auf. Siehe auch

„Infektion“.

 

Schmerzen: Sind bis zu einem gewissen Zeitraum bei Druck und Berührung 

normal. Siehe auch „Infektion“.

 

Unverträglichkeitsreaktionen: Es sind meist nur die oberflächlichen Piercings 

die Herauswachsen können. Das kein das ausführende Studio beurteilen. Bei

allergischen Reaktionen auf Schmuck oder Pflegemittel kann der Piercer

Alternativen empfehlen.

 

Verletzung von Blutgefäßen: Kapillare, also feinste Gefäße, werden meistens

verletzt. Größere Gefäße kann der kompetente Piercer lokalisieren und eine

Verletzung vermeiden.

 

Verletzten von Nerven bis zu dauerhaften motorischen und sensiblen Ausfällen:

Bis auf auftretende Parästhesien (temporäre Missempfindungen) ist in der

Praxis, entgegen vieler Pressemeldungen, nichts dergleichen bekannt.

 

Zahnschädigungen/Verschiebungen: Wird ein Spielen mit dem Schmuck

vermieden und die richtige Größe/das richtige Material getragen ist auch das zu

vermeiden.